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Beziehungen zu Deutschland

18.04.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2018

Beziehungen allgemein

Hongkong ist eine Sonderverwaltungsregion der Volksrepublik China, Der rechtlich abgesicherte Autonomiestatus Hongkongs, seine starke wirtschaftliche Rolle in China und seine Rolle als Drehscheibe für den somit bestehen keine zwischenstaatlichen Beziehungen zu DeutschlandKapital-, Dienstleistungs- und Warenverkehr in der Region, seine hohen Devisenreserven sowie seine einzigartige Position an der Schnittstelle der Systeme verleihen Hongkong dennoch eine herausgehobene Bedeutung.

Die Regierung ist bemüht, die früher auf den anglo-amerikanischen Bereich konzentrierten Außenbeziehungen zu diversifizieren und damit den eigenen Anspruch als Weltstadt und internationales Finanzdienstleistungszentrum in Asien zu unterstreichen.

Deutschland ist vor diesem Hintergrund ein geschätzter Gesprächspartner. Seit Frühjahr 2009 hat Hongkong eine Vertretung in Berlin, das Hong Kong Economic and Trade Office (HKETO). Die Hongkonger Wirtschafts- und Investitionsförderung (HKTDC) unterhält ein europäisches Regionalbüro in Frankfurt.

Wirtschaft

In Hongkong sind rund 600 Firmen, Firmenvertretungen und Regionalbüros aus Deutschland präsent. Hongkong bleibt für deutsche Firmen ein wichtiges Tor zum chinesischen Markt. Von Hongkong aus werden außer mit Festlandchina vor allem die Geschäfte mit Japan, Korea, Südostasien, Indien und Australien/Neuseeland abgewickelt. Der überwiegende Teil der etwa 4.000 in Hongkong niedergelassenen Deutschen sind Geschäftsleute.

Die deutsche Wirtschaft kann sich institutionell auf die Delegation der deutschen Wirtschaft, die Deutsche Auslandshandelskammer (AHK), einen Korrespondenten von „Germany Trade and Invest - Bundesgesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing“ (GTaI), ein Büro der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), mehrere Messegesellschaften sowie das Generalkonsulat stützen.

Deutschland ist vor Großbritannien Hongkongs wichtigster Handelspartner in der EU mit einem Gesamthandelsvolumen von ca. 8 Milliarden Euro (2017). Deutsche Hauptausfuhrgüter sind Autos, Maschinen, elektrotechnische und elektronische Produkte, aber auch Luxusgüter sowie Nahrungsmittel.

Deutsche Produkte und Luxusmarken werden in Hongkong zunehmend nachgefragt. Auch im Umweltbereich gilt Deutschland als kompetenter Partner. Bei der Anwendung innovativer Umwelttechnologien stehen die Bekämpfung der Luftverschmutzung, Abfallentsorgung sowie das Thema Gebäudeenergieeffizienz im Vordergrund.

Die Besucherzahlen von Deutschland nach Hongkong sind 2017 gegenüber dem Vorjahr um 6 % angestiegen.

Kultur und Bildung

Die Deutschkurse des Goethe-Instituts werden mit rund 5.000 Einschreibungen pro Jahr sehr gut nachgefragt. Im Rahmen der Kooperation mit der sich entwickelnden Hongkonger Kulturszene sind zusätzlich zu den sehr geschätzten klassischen Kulturdarbietungen auch gegenwartsbezogene und avantgardistische kulturelle Themen für die Vermittlung eines differenzierten Deutschlandbilds wichtig. Hongkong bietet als hochentwickeltes, urbanes Ballungszentrum hierfür vielfältige Ansatzmöglichkeiten.

Fester Bestandteil deutscher Kulturdarbietungen ist die jährliche deutschsprachige Filmwoche.

In der 1969 gegründeten renommierten Deutsch-Schweizerischen Internationalen Schule (DSIS) verteilen sich circa 1.300 Schüler auf einen deutschen, einen englischen sowie einen dualen berufsbildenden Zweig. Die DSIS wurde von der Bund-Länder-Inspektion als „Exzellente Deutsche Auslandsschule“ zertifiziert. Sie bietet im deutschen Zweig die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DIAP), den Realschulabschluss, den Hauptschulabschluss sowie zwei kaufmännische Berufsschulabschlüsse an. Der englische Zweig führt zum International Baccalaureate (IB).

 Im Hochschulbereich existieren ca. 130 Partnerschaften mit deutschen Universitäten.

An der „Hong Kong Baptist University“ besteht ein Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), das von dem dort tätigen Lektor geleitet wird.

Im Rahmen des deutsch-französischen „European Studies Programme“ der „Hong Kong Baptist University“ verbringen die Studenten des deutschen Zweigs ein Jahr in Deutschland, um dort eine Universität zu besuchen und ein Betriebspraktikum zu absolvieren. Seit 2003 ist es möglich, an der „University of Hong Kong“ Deutsch als Hauptfach mit dem Abschluss „BA in German“ zu belegen. Ein „Working Holiday“-Programm erlaubt jungen Leuten aus Hongkong und Deutschland im jeweils anderen Gebiet ein Jahr lang Lern- und Arbeitserfahrung zu sammeln.

Seit 2002 besteht die Rückkehrer-Vereinigung „German Alumni Association Hong Kong“ (GAAHK). Die gegenwärtig circa 250 Mitglieder umfassende Organisation dient der Kontaktpflege ehemaliger Stipendiaten und anderer Studenten. Die GAAHK organisiert eine Reihe von Aktivitäten und arbeitet dabei eng mit dem Generalkonsulat und dem DAAD zusammen.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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